...and there's digital snow and frozen pianos and electronic bands with
frostbitten hands. At the end of the day their albums will play
although my favourite songs have notes that are wrong...
Tracklist:
Joy To The World Chet Baker / Christmas Time All Over The World
Sammy Davis Jr. / Melekalikimaka The Beach Boys / Going Home For Christmas Nicolai Dunger / Christmas In Washington Steve Earle / Christmas Everyday (Maybe It'll Help) Giant Sand / Cool Yule Brian Setzer Orchestra / Put The Lights On The Tree Sufjan Stevens / Little Drummer Boy The Dandy Warhols / Christmas In Waikiki Morgan / Spring Spends The Winter In Hawaii
Nina Kealiiwahamana and Boyce Kaihiihikapuokalani / Santa's Hula
Hilo Hattie /Gee Whiz, It's Christmas
Carla Thomas / Merry Christmas Emily
Cracker /Christmas In Nevada
Willard Grant Conspiracy / Mistletoe And Holly Frank Sinatra / Feliz Navi-nada
El Vez /La Navidad Blanca (White Christmas)
Luis Frank / The Christmas Song Mel Tormé / My Christmas Prayer
Saint Etienne / Christmas Time In Ireland
Brendan Shine / Look, A Star Shines
Celtic Christmas / Hwiangerdd Mair
Gorky's Zygotic Mynci / A Child's Christmas In Wales
John Cale / Alan Parsons In A Winter Wonderland
Grandaddy / Christmas In Adventure Parks
Get Well Soon / Gift X-change
Calexico / Presents For Christmas
Solomon Burke / Merry Christmas Baby
Otis Redding / White Christmas (Demo for Tom Waits)
The Flaming Lips / Winter Wonderland
Dean Martin / Get Behind Me, Santa!
Sufjan Stevens / Christmas Eve
Teenage Fanclub / Natale
Francesco De Gregori / Fairytale of New York The Pogues (feat. Kirsty McColl) / Christmas At Ground Zero
Weird Al Yankovic / Auld Lang Syne (Live) Frank Sinatra & Dean Martin / Last Christmas
Erlend Oye / Santa Claus Is Comin' To Town-White Christmas Jimmy McGriff / Merry Christmas
Ramones / If That Isn't Love
Elvis Presley / Po La'i E (Silent Night)
Nina Kealiiwahamana
Für die Wall-City-Cineasten unter uns seien mit dickem Knoten im Taschentuch die folgenden beiden Meisterwerke ans Herz gelegt:
Summasummarum: Höchstes bad taste B-Movie Vergnügen garantiert, garantiert politisch unkorrekt! Das macht aber sowieso nichts, denn so lange bis auf den Trailer keine englischen Untertitel aufzutreiben sind, führt für Interessierte kein Weg an einem Russisch-Crashkurs vorbei.
Um gleichsam den Heimatspaziergang von der einstigen Städtischen Irrenanstalt zu Dalldorf fortzusetzen, sei gesagt:
"Früher, wo ich links war, war ich für die Leute im Knast. Jetzt, wo ich Geist bin, bin ich für die Leute im Irrenhaus."
- Wolfgang Neuss 1979*
Vor ein paar Tagen hätte der unnachahmliche Wolfgang Neuss seinen 85. Geburtstag gefeiert, wenn der Mann mit der Pauke sich nicht schon 1990, als er noch einen Kiffer in Berlin hatte, in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hätte. Also Grund genug, um an einen der wortgewaltigsten und -witzigsten, scharfzüngigsten und schrägsten Köpfe, von denen zugegebenermaßen die "alte" Bundesrepublik nicht allzu viele besaß (die "neue" seit 1990 erst recht nicht...) zu erinnern - oder nach dem Urteil von Mathias Bröckers, den wachsten und witzigsten Menschen, den ich je kennengelernt habe.
Genug der Worte - oder um es mit dem totalen Neuss zu sagen: Ich sitze und lausche...
*1979 - Neuss als Chronist und Gerichtsreporter: Bericht über den Prozeß, den man ihm wegen unerlaubten Drogenbesitzes vor dem Schöffengericht gemacht hat, nachdem in seiner Wohnung 35 g Haschisch gefunden worden waren. Als angeregt wird, Neuss solle sich ambulant einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen lassen, kommentiert der Angeklagte: "Sehr gut. Da gehe ich hin. Und da werden wir dann so lange reden, bis Sie so denken wie ich."
(Der totale Neuss. Gesammelte Werke, herausgegeben von Volker Kühn, Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins: Hamburg, 1997, S. 676.)
Ich lege Wert darauf, kaputt zu sein.
- Wolfgang Neuss
Nach Freigabe der Krankenakten der im Reinickendorfer Ortsteil Wittenau gelegenen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (ursprünglich Städtische Irrenanstalt zu Dalldorf, dann bekannt unter dem Namen Wittenauer Heilstätten, heutzutage vom Berliner Volksmund praktisch ausschließlich als Bonnies Ranch bezeichnet) zu historischen und anderen Forschungszwecken vor einigen Monaten meldete die Speerspitze unter Berlins investigativen Lokalblättern, die B.Z., ihre neueste Entdeckung:
● Er vergötterte seine Ärztin als Wiedergeburt der Mutter
● Als sie ihn abwies, rastete er aus und würgte sie im Wahn
● Er trank geklautes Morphium, wollte sich umbringen. Einweisung
Und lieferte gleich, die Story dahinter, wie wir im Artikel Thomas Kittan lesen können:
Es begann 1949: Wegen psychischer Probleme begibt er sich bei der Berliner Ärztin Milena Bösenberg in Behandlung. Er vergöttert die 47-jährige Medizinerin, weil sie seiner bei einem Luftangriff im Krieg gestorbenen Mutter (damals 42) so ähnlich sah. Er kommt immer öfter. Zu oft.
Befund: „Klaus Kinski ist gemeingefährlich“
Die Ärztin distanziert sich von ihm. Am 5. September 1950 bekommt der 23-jährige Kinski bei ihr einen Tobsuchtsanfall. Er zertrümmert ihre Kücheneinrichtung. Dann würgt er die Ärztin. Dabei ruft er: „Du Hure“.
Mit Tabletten will er sich umbringen. Doch im Medikamentenschrank von Milena Bösenberg findet er nur Morphium. Er klaut drei Pullen und trinkt sie wie Schnaps. Jetzt steht er völlig neben sich, ruft die Polizei und verlangt, dass man die Ärztin abholt, weil sie verrückt sei. Die Beamten erkennen seinen kritischen Zustand, nehmen ihn mit.
Aus dem Protokoll der Akte: „Ein Transport mittels Autodroschke ist erforderlich.“ In den Wittenauer Heilstätten (später die von den Berliner Bonnies Ranch genannte Karl-Bonhoeffer Nervenklinik) gab's dann den Befund: psychopathische Persönlichkeitsstörung. Ein Arzt empfiehlt wegen „Gemeingefährlichkeit“ eine längere Einweisung in eine Nervenklinik.
Doch offenbar kommt Kinski wieder zu
sich, bereut und entschuldigt sich bei Frau Doktor. Dann jammert er den
Ärzten vor: „Für mich ist das hier wie Zuchthaus.“ Am 8. September 1950
wird er entlassen.
So ganz neu ist das ganze natürlich alles nicht, denn über diese Zeit hat sich Kinski bereits in seiner Autobiographie ausführlich geäußert. Dort ist nachzulesen:
Ich war bis nach Tempelhof gelaufen, um mit zwei Mädchen zu ficken, die sich um mich kümmern wollen. Vor ihrer Haustür habe ich keine Kraft mehr und sacke im Rinnstein zusammen. Sie schleifen mich zu sich ins Bett und rufen eine Ärztin, Dr. Milena Bösenberg.
Die acht Wochen Krankenhaus fressen an meinen Nerven. Ich bin überreizt und jähzornig und werfe den Krankenschwestern die heissen Umschläge hinterher, die sie mir auf die Galle legen. Auch zum Lesen fehlt mir die Geduld. Ich bin ein eingesperrtes Tier, das an nichts anderes denkt als auszubrechen.
Endlich lasse ich mir Papier und Federhalter geben und schreibe eine Abhandlung über das "perfekte Verbrechen". Die Idee ist mir gekommen, als ich vor ein paar Wochen noch einmal Schuld und Sühne gelesen habe. Raskolnikoff verfasst eine solche Arbeit, die ihm später vom Untersuchungsrichter als Verdachtsmoment zur Last gelegt wird. Im Roman wird der Wortlaut der Abhandlung nicht angegeben. Ich schreibe den Text für den Fall, dass meine Bühnenfassung eines Tages aufgeführt wird und ich Raskolnikoff sein werde.
Mir fällt wieder das Ölgemälde von Holbein ein, das Jesus im Grab darstellt: Starr, tot, mit grünlichem Gesicht, den Bart spitz nach oben gegen die Erde gestreckt, mit der man ihn zugeschaufelt hat. Krepiert. Verreckt. Verwesend. Dostojewskij war zutiefst erschrocken von dem Bild. Er hatte Angst, dass die Gläubigen den Glauben an die Unsterblichkeit verlieren könnten, wenn sie das Bild sähen.
Heute nacht fliehe ich aus dem Krankenhaus. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die Ärzte erlauben mir nicht, aus dem Bett aufzustehen, und ich kann den Rest der Rechnung soweiso nicht bezahlen.
Ich gehe zu Fuss nach Tempelhof und klingle an Milenas Wohnung, die
zugleich ihre Arztpraxis ist. Sie ist besorgt, zieht mich aus, badet
mich und legt mich in ihr Bett. Dann löscht sie das Licht und
entkleidet sich selbst im Dunkeln.
[Klaus Kinski: Ich brauche Liebe, 1989, S. 123-124]
Jedenfalls war die Freigabe der Krankenakten einmal mehr willkommener und berechtigter Anlass sich mit der Geschichte der Klinik auseinanderzusetzen, insbesondere ihrem düsteren Kapitel während der NS-Zeit, als die Anstalt Schauplatz im Dritten Reich Ort von Zwangsterilisationen und fragwürdigen Therapieexperimenten gewesen ist, wie wir im Deutschlandradio-Feature "Die Akten" von Mandy Schielke nachhören können:
Wer sich über diesen - im wahrsten Sinne des Wortes - morbiden Ort in gedruckter Form weiter informieren möchte, dem sei folgende Lektüre empfohlen:
- Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (Hrsg.): 100 Jahre Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik 1880–1980. Festschrift, Berlin, 1980.
- Totgeschwiegen 1933–1945. Die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik; Edition Hentrich: Berlin, 1988.
- Michael Zaremba: Reinickendorf im Wandel der Geschichte, Be.Bra: Berlin, 1999, S. 99-101.
Alle, die von verprenzlten Balkan-Beat-Parties oder der hippen Russendisko genug haben, sei die mittlerweile fünf Jahre alte Rockumentary Sretno Dijete (eng. Titel Happy Child, deutsch Glückliche Kindheit) des kroatischen Musikjournalisten Igor Mirković empfohlen, die man seit ein paar Tagen endlich bzw. jetzt auch in Deiner Röhre (komfortabel mit englischen Untertiteln) anschauen kann:
Der Titel bezieht sich auf den gleichnamigen Song von Prljavo Kazaliste (frei übersetzt "Schmierentheater"):
Ja sam odrastao
uz ratne filmove u boji
uz česte tučnjave u školi
uz narodne pjesme pune boli
Ja sam stvarno sretno dijete ...
Ich bin aufgewachsen
mit Farbkriegsfilmen
mit ner Menge Schulkloppereien
mit Volksliedern über viel Leid
Ich bin ein richtig glückliches Kind...
So gesehen ist der Film nicht nur eine Dokumentation über die Novi Val, die "Neue Welle" in Jugoslawien, die nebenbei bemerkt um einiges mehr rockte als beispielsweise ihr Ich-geb-Gas-ich-will-Spaß-Pendant aus deutschen Landen, sondern auch zeitgeschichtliches Dokument über Befindlichdlichkeiten von Land und (jungen) Leuten eines Staates, den es nicht mehr gibt, wie es diese Rezension auf imdb auf den Punkt bringt:
Nostalgic, musical documentary about youth cultural trends in late 70's/early 80's Yugoslavia, 2 May 2006
Yugoslavia does not exist anymore. But the music from the partly repressed, partly happy times (late 70's and early 80's) still exists, and time has been very kind to it. And the people who made that music are now older, one foot in present, another in the past, some wiser, some changed. They are now scattered all over the world. This movie brings most of them back together, and realizes that the crucial piece of puzzle is now damaged, a ghost, but life, imperfect, goes on. It also brings back the feel of Zagreb (ahh, that attitude!), and to some extent Belgrade (ohh, more attitude!), of those times, their culture, dialects, language, teenage angst (Communist repressions vs. punk and alternative), a bit of an isolated, naive, even arrogant idealism, and a lot of self-confidence and passion to change the world for the better.
It is a wonderful trip back. Everyone in ex-Yu lands should watch it. It brings back the state of mind that most people had in early 80's -- the one just preceding the late 80's disbelief and denial that the advertised civil war could ever, ever really happen.Zum eigenen Archivieren kann der Film kann hier als DivX aus dem weltweiten Netz gefischt werden - und englische Untertitel hier. Der auf einer Doppel-CD erschienene Soundtrack funktioniert wie eine Anthologie der Punkrock/New Wave-Szene im ehemaligen Jugoslawien um 1980.
Tracklist: "Sretno Dijete" (OST):
CD1
1. Prljavo kazaliste - Sretno dijete
2. Bijelo Dugme - Tako ti je mala moja kad ljubi Bosanac
3. Buldozer - Novo vrijeme
4. Prljavo kazaliste - Televizori
5. Patrola - Ne pitaj za mene
6. Pankrti Lublana je bulana
7. Azra - Balkan
8. Azra - A sta da radim
9. Prljavo kazaliste - Ja sam mladic u najboljim godinama
10. Prljavo kazaliste - Neki djecaci (Some Boys)
11. Azra - Marina
12. Film dijete ulice
13. Film - Zajedno
14. Azra - Jablan
15. Azra - Lijepe zene prolaze kroz grad
16. Bijelo Dugme - Bitanga i princeza
17. Idoli - Maljciki
18. Pankrti - Kruha i igara
19. Elektricni orgazam - Zlatni papagaj
CD2
1. Idoli - Zasto su danas djevojke ljute
2. Haustor - Moja prva ljubav
3. Film - Neprilagodjen
4. Film (live) - Kad si mlad
5. Azra (live) - Krvava Meri
6. Azra (live) - Gracija
7. Haustor - Mijenjam se
8. Prljavo kazaliste - Crno-bijeli svet
9. Prljavo kazaliste - Mi plesemo
10. Idoli - Malena
11. Bijelo dugme - Zazmiri i broj do sto
12. Elektricni orgazam (live) - Nebo
13. Haustor - 60-65
14. Haustor - Pogled u 88
15. Film (live) - Zamisli zivot u ritmu muzike za ples
16. Azra - Poljska u mom srcu
17. Film - Zona sumraka
18. Azra - 041
19. Azra - Odlazak u noc
Oder gleich Auszüge als strašan mix mit Prljavo kazalište, Pankrti, Patrola, Azra, Haustor, Idoli, Film oder Električni orgazam reinhören:
Musik im November für Novembertage:
3Gr8tracks of alternative, trip hop, country, folk and folk-rock, including music by Belle & Sebastian, Black Box Recorder, Chokebore and Chris & Carla.
3Gr8tracks of alternative, trip hop, country, folk and folk-rock:
News From Nowhere - Dakota Suite / Shoot out the Lights - Richard & Linda Thompson/ Late November - Sandy Denny / Things Behind The Sun - Nick Drake/ A Night In - Tindersticks/ Hell Is Around The Corner - Tricky/ Just Like The Rain - Richard Hawley / Maid Of Bond Street - David Bowie / It's Only The End Of The World - Black Box Recorder / Long Black Veil - Nick Cave & The Bad Seeds / Creeping Coastline Of Lights - Mark Lanegan / Ten Nights - Spain / Mercury Rising - Chris & Carla / Hickey - Lambchop / Kathleen - Townes Van Zandt /The Watersample - Tarwater / In The Rain - Jesus And Mary Chain / Nights Like These - Hayden /Sweet Bitter Love - Terranova / When People Are Dead - The Go-Betweens /Kite Flying - Willard Grant Conspiracy /Empty Streets - Midnight Choir /Blind My Mind - Flunk /Night Walk - Belle & Sebastian /On Your Side - Madrugada / I'll Live Yesterdays - Lee Hazlewood / Roads - Portishead /Lily and Parrots - Sun Kil Moon /See The Sky About To Rain - Neil Young / Death At Low Water - Chris & Carla /Can't Make A Sound - Elliott Smith /All Tomorrow's Parties - The Velvet Underground / Isn't it a Pity - Galaxie 500 /Funeral Tango - Scott Walker /Satisfied Mind - Jeff Buckley / Unfinished Sympathy - Massive Attack / I Can't Escape from you - The The / Who Knows Where The Time Goes - Sandy Denny
Und wer von Euch Teufeln diese filettantistischen Shows dennoch verpasst haben sollte, hat dann im Dezember im Babylon Mitte und noch einmal ab Januar wieder im Mehringhof (aber - ACHTUNG - dann am Samstag aufgrund des Welterfolgs zu leicht erhöhten Bankenkrise-Preisen!!!!) die Gelegenheit dazu - alle Verantaltungen in Berlin, dieser sich ständig neu erfindenden Weltmetropole.
Fil kommt aus dem Ghetto, den Milchschaumplantagen des Märkischen Viertels. Dennoch ist er kein Gangsta-Rapper geworden; da gibt er schon eher den Verse knittelnden Politbarden. Im gallischen Dorf würde man den selbst ernannten Singer/Songwriter für die Gesänge im Stile eines Reinhard Mey knebeln und an den Baum binden. In Berlin wird Fil dafür von seinen Fans geliebt.
"Na, ihr Teufel?" Unprätentiöser kann keine Show beginnen.
Fil ist der Kumpeltyp unter den Comedians: einer, der nur darauf wartet, auf einer ausklingenden Party mal ungestört zu Wort zu kommen. Und das dann gnadenlos ausnutzt. Mit einem Programm, das prinzipiell unrhythmisch ist - und das genau daraus seinen brüllend komischen Humor bezieht. Jede Anekdote wird hier noch während des Erzählens kaputtinterpretiert, keine Gitarrenbegleitung kommt ohne umständliche Erklärungen aus. Bitterböse Beobachtungen mischen sich dabei mit den Nonsensreimen selbstgebastelter Lieder in freejazzender Konstantin-Wecker-Manier am Klavier oder mit Reinhard-Mey-Attitüde an der Gitarre. Dieser Junge mit der Gitarre hat eine eigene Kunstgattung erfunden, den Filettantismus. Es gibt Maschen, die laufen sich tot und werden von niemandem vermisst. Bei anderen hingegen hofft man, sie gingen immer so weiter. Fil macht eigentlich stets das Gleiche, jeder weiß es, und trotzdem kommen die Leute. Fil, das ist C & C, made in Berlin und für Berliner - wobei die Abkürzung nicht für Cash und Carry steht, sondern für Cartoons und Comedy.
(Offizieller Promoflyer, Mehringhoftheater)
Die Berliner und Weltpresse zeigt sich seit Jahren begeistert:
Fil ist so dünn wie das weiße Hemd, das ihm am Leib flattert auf der Bühne des Kreuzberger Mehringhoftheaters. El Greco hätte ihn als Verdammtenmodell gebrauchen können oder vielleicht besser trotz Zen-Buddhismus und hypothetischer U-Bahn-Bildschirm-Vergötzung als Seligen, umgibt ihn doch, wie er da barfuß herumhüpft, das Flirren einer geradezu seraphischen Heiterkeit. Fil hört auf seine innere Stimme, und in dieser Hingabe ist seine perfekte Kunstfigur eine anima naturaliter christiana (Sic!!!).
(FAZ 2007)
Es ist mit Fils Shows wie mit Schützenfesten: Man muss schon Autoscooter fahren und Schnaps trinken mögen - und nicht zum Lachen überredet werden wollen.
(Berliner Zeitung 2004)
Hier noch einmal die Termine:
- noch bis zum 22.11.2008, Di - Sa, 20.00 Uhr
U6 U7 Mehringdamm, Bus: M19, 140, 248, N4, N19
Rechtzeitiges Erscheeinen von Vorteil, denn auf allen Plätzen freie Platzwahl. Tickets: Dienstag bis Donnerstag 15,- / Ermäßigt 10,- €. Restliche Tage 15,- / Ermäßigt 13,- €. Kartenreservierungen unter (030) 691 50 99 (ohne VVK-Gebühr!)
- 17.12., 19.-23.12., 26.-31.12.2008, 2.-4.01.2009. Beginn: 20.30 Uhr
Tickets unter (030) 206 10 00
- 13.-24.01.2009, Di - Sa. 20.00 Uhr, Mehringhoftheater
Retter der Welt - SUPERHELD!!!
Nach den Welterfolgen Captain Berlin - Retter der Welt (1982, links)
und Captain Berlin vs. Dracula (2006, in hoher Qualität hier):
nun der lang erwartete dritte Teil...
- ... eben noch auf der Bühne
- ... jetzt schon am Kiosk Deines Vertrauens - für nur 10 Pfennig:
- ... und demnächst (2009) im Kino:
Was sagt der Drehbuchautor, Herr Buttgereit, dazu?
|
Captain Berlin vs Hitler
Will Captain Berlin save us? |
und für alle, die nicht wissen wollen, ob CAPTAIN BERLIN noch einmal die Welt retten wird, bitte....
...NICHT HIER KLICKEN!!!!!
Mein letzter Kinobesuch in der Berliner Brotfabrik.
Prädikat: "Von Jörg Buttgereit empfohlen".
Noch Fragen?
ZEEAAAAAAAA!!!!!
"In mir steckt ein wütender Hund,
der mich ständig beißt."
Giorgio Scerbanenco
Nachdem der bedeutendste italienische Kriminalliteraturpreis nach ihm benannt worden ist, hat vor ein paar Jahren auch die deutsche Feuilleton-Zunft Giorgio Scerbanenco (1911-1969) mehr schlecht als recht wieder entdeckt.
Aus der Schreibmaschine des Vaters des italienischen Roman noir stammen unter anderem die Duca Lamberti-Romane, die im Milano nera spielen.
Diese liegen auch von Christiane Rhein deutsch übersetzt vor:
- Das Mädchen aus Mailand (Wien: Kremayr & Scheriau, 2001, früherer deutscher Titel: Leichte Mädchen sterben schwer; Titel der italienischen Originalausgabe: Venere privata)
- Die Verratenen (Wien: Kremayr & Scheriau, 2002; frühere deutsche Titel: Doppelt gekillt hält besser, Tod den Verschwörern; Titel der italienischen Originalausgabe: Traditori di tutti)
- Der lombardische Kurier (München: Btb, 2004, früherer deutscher Titel: Mord stand nicht im Stundenplan; Titel der italienischen Originalausgabe: I ragazzi del massacro)
- Ein pflichtbewusster Mörder (München: Btb, 2004, früherer Titel: In Mailand mordet man Samstags; Titel der italienischen Originalausgabe: I milanesi ammazzano al sabato)
(Giorgio Scerbanenco, "Das Mädchen aus Mailand")
